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From Alaska to Fire Land

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Arequipa, Peru

May 28, 2011 – June 1, 2011

- Der typische Deutsche gilt als ernst, seriös und kühl. Die Sprache hört sich für viele hart und rau an. Die Amerikaner sagen immer, es klingt, als würden wir kämpfen, die Latinos wie eine Störung im Radio. Vielleicht so wie Russisch für uns wirkt. Ich versuche immer dagegen zu halten, weil ich nicht glaube, dass wir wesentlich ernster sind als der Rest der Welt. Aber da Sprache nun mal das Erste ist, was Ausländer hören, machen sie daran auch unseren Typ fest. Oder wie würde jemand der kein Französisch spricht, Franzosen beschreiben?

- Typisch Deutschland ist Scheiß-Wetter. Aber übertrieben. Mit Weltschmerz in den Augen erzählen die Latinos immer davon, dass sie ja sooo gerne in Deutschland leben würden, wenn da nur dieses Klima nicht wäre. Dass wir einen wesentlichen Teil des Jahres auch Sonne, Grillen und T-Shirt-Wetter haben, wird im typischen Deutschland nicht vermutet.

- Typisch sind angeblich die Handtücher, mit denen der Deutsche früh morgens sein Revier am Hotel-Pool markiert.

- Der typische Deutsche liebt analytische Gespräche und das Detail. Während ein Amerikaner beispielsweise die ersten 10 Minuten eher damit verbringt das "big picture", etwa eines Reiseortes zu verstehen, hat der Deutsche in der gleichen Zeit meist schon rausgefunden, was die Highlights sind, was sie kosten, wie man dort hinkommt, und wie touristisch der Ort ist, dafür aber weniger, ob es sich überhaupt lohnt zu fahren. Der Deutsche macht Entscheidungen eher an Details fest, der Ami am Gesamteindruck. Ein spanischsprachiger Fußballkommentator schreit sich bei einem Tor die Seele aus dem Leib, ein Deutscher muss erstmal Laufwege, erfolgreiche Pässe, Schüsse aufs Tor, etc. fertig analysieren. Erst dann ruft er vielleicht ein kurzes, ruhiges "Tor". Bucht man eine geführte Tour für ein Museum, wird wahrscheinlich der Deutsche in der Gruppe die meisten Fragen stellen.