Portland, Oregon
September 22, 2010 – September 26, 2010
Portland
Björn und ich nahmen uns also einen Mietwagen in Seattle und beschlossen damit für 28 Tage die Westküste der USA entlang zu reisen. Zu diesem Zeitpunkt war uns noch nicht bewusst, was uns dabei an Erlebnissen, Fahrtzeit, Anstrengungen und Belohnungen erwarten würde. Da man in den USA unter 21 bezahlbar und legal kein Auto fahren kann, trugen wir mich als einzigen Fahrer ein.
Wir starteten unseren Trip ambitioniert. Wir wollten viel sehen, auch mal abseits der großen Interstates (Autobahnen) fahren, und die kleinen Details mitnehmen, die das Leben hier ausmachen. Soweit der Plan.
Für den ersten Abschnitt nach Portland, etwa 3 Stunden von Seattle entfernt, brauchten wir etwa 2 Tage. Von Portland bis an die Grenze Kaliforniens dann nochmal 3 Tage.
Portland selbst erlebte ich als eine Stadt voller grüner Energie. Und das hat nichts mit Drogen zu tun, ganz im Gegenteil. Die Stadt strotzt nur so voll alternativer Szene und Kultur: Der größte Supermarkt in der Stadt ist ein riesiger Biomarkt, man trennt seinen Müll in 5-6 verschiedenen Kategorien und am Wochenende gab es ein großes Straßenfest mit lokalen Künstlern, Essen aus aller Welt und indische, den ganzen Tag liedersingende Hinduisten. Portland's Stadtmotto ist: Keep Portland weird (Portland soll verrückt bleiben) - Ich finde, das gelingt ihnen. Die Stadt wurde übrigens mehrfach zu Amerikas Stadt mit der höchsten Lebensqualität gewählt. Zurecht.
Persönliche Highlights auf diesem Abschnitt waren noch der Besuch eines Klamottenoutlets ohne Sales Tax (bezahlbare Levis, yeah!) sowie der eines Friseurs. Ja, ich habe mir die Haare schneiden lassen. Komplett. An alle Verwandten mit Erziehungsauftrag - Relax! Alles Easy! Es geht mir gut! Gesundheitliche Probleme, politische Orientierung, verlorene Wetten, etc. waren alles keine Gründe. Ich wollte einfach mal sehen, wie man ohne Haare aussieht. Wann, wenn nicht hier? :-)
